Datensammlung

Tabellenblatt zur Dateneingabe und -verwaltung

Überblick

Das Arbeitsblatt ist die zentrale Datendrehscheibe von D.Mike. Hier werden alle Messwerte, Merkmale und Zwischenergebnisse abgelegt — vergleichbar mit einem Tabellenblatt in Excel oder Minitab. Alle Analyse-Module greifen lesend auf die Spalten dieses Arbeitsblatts zu.

Spalten und Spaltentypen: Jede Spalte hat einen Namen, einen Typ (numerisch, Text, Datum, Boolean) und optional eine Einheit. Der Typ steuert, wie Werte interpretiert und in den Analyse-Modulen angeboten werden.

Zeilen: Eine Zeile entspricht einer Beobachtung — z. B. einem gemessenen Werkstück, einem Vorgang, einem Ereignis. Leere Zellen werden in den meisten Analysen automatisch übersprungen.

Mehrere Sheets (Workbook): Ein Arbeitsblatt kann mehrere Tabs enthalten — z. B. „Rohdaten", „Bereinigt", „Stichprobe Schicht A". Über die Tableiste am unteren Rand werden Sheets angelegt, umbenannt, dupliziert oder gelöscht.

Formeln: Zellen, die mit „=" beginnen, sind Formeln (z. B. =A1+B1, =MEAN(A:A)). Die Berechnung erfolgt sofort und wird beim Öffnen automatisch aktualisiert.

Bedienung

Daten eingeben

  • Zelle anklicken und tippen — Enter springt nach unten, Tab springt nach rechts.
  • Bereich markieren und mit Strg+C / Strg+V kopieren bzw. einfügen — auch aus Excel.
  • Spaltenkopf anklicken, um Name, Typ und Einheit zu ändern.
  • Strg+Z / Strg+Y für Rückgängig und Wiederherstellen.

Import und Export

  • CSV- oder XLSX-Dateien lassen sich per Drag & Drop oder über die Importleiste laden.
  • Beim Import wird der Spaltentyp automatisch erkannt; bei Bedarf manuell korrigieren.
  • Export als CSV oder XLSX über die Exportleiste — der gesamte aktive Sheet wird ausgegeben.

Sheets verwalten

  • Mit „+" am Tab-Ende ein neues Sheet anlegen.
  • Rechtsklick auf einen Tab → umbenennen, duplizieren, löschen.
  • Sheets können per Drag in der Tableiste umsortiert werden.

Spaltendiagnose

Die Spaltendiagnose prüft, ob alle Werte einer Spalte zum selben Datentyp gehören. Rechtsklick auf einen Spaltenkopf → „Spaltendiagnose" öffnet ein Panel mit folgenden Informationen:

  • Übersicht: Gesamtzahl, befüllte und leere Zellen.
  • Dominanter Typ: Der am häufigsten erkannte Datentyp (numerisch, Text, Datum, Uhrzeit, Währung, Prozent).
  • Typenverteilung: Farbiger Balken und Tabelle zeigen die Anteile jedes erkannten Typs.
  • Abweichler: Zellen, deren Typ vom dominanten Typ abweicht, werden einzeln aufgelistet — mit Zeilennummer und Wert. Ein Klick auf einen Eintrag springt direkt zur betroffenen Zelle.
  • Tipp: Nach einem Datenimport zuerst die Spaltendiagnose auf jede Spalte anwenden, um fehlerhafte oder gemischte Einträge frühzeitig zu erkennen.

Stolperfallen

Falscher Spaltentyp: Steht eine numerische Spalte versehentlich auf „Text", wird sie in Analyse-Modulen nicht angeboten oder als kategoriales Merkmal interpretiert. Spaltentyp prüfen, sobald eine erwartete Spalte fehlt.

Gemischte Einheiten in einer Spalte: Zahlen mit unterschiedlichen Einheiten (mm und cm) in derselben Spalte führen zu falschen Statistiken. Pro Spalte genau eine Einheit verwenden — bei Bedarf das Modul „Einheitenrechner" nutzen.

Leere Zeilen mitten im Datensatz: Manche Analysen werten leere Zeilen als „fehlend" und schließen sie aus, andere brechen ab. Im Zweifel den Datensatz vor der Analyse bereinigen.

Formeln nach Datenänderung nicht aktualisiert: Formeln werden bei jeder Zelländerung neu berechnet. Wenn ein Wert dennoch veraltet wirkt, hilft ein erneutes Öffnen des Sheets (oder F5 im Browser) — das erzwingt eine vollständige Neuberechnung.

Zu viele Sheets: Zwischenstände, gefilterte Auszüge und Backups in unterschiedlichen Sheets sind hilfreich — werden aber unübersichtlich. Klare Namen vergeben und veraltete Sheets löschen.